Rund 250 Gäste aus Betrieben, Politik und zahlreichen Institutionen nutzten den Rhein-Lahn-Wirtschaftsempfang bei der Firma HIA in Miehlen zur Information und Kontaktpflege. Eine Halle des Metallbauunternehmens, das vor rund einem Jahr aus Dahlheim übersiedelte, war in ein gastliches Foyer verwandelt worden.Fotos: Uli Pohl

Tanzsaal war erste Produktionsstätte

Firmenentwicklung Gastgeber stellten ihr Unternehmen vor – Regionale Bekanntheit steigern
Bis in den Nachmittag hinein waren in der Halle noch Maschinen gelaufen. Als sich am frühen Abend die ersten Besucher des Rhein-Lahn-Wirtschaftsempfangs einfanden, war das Gebäude zu einem gastlichen Foyer umgestaltet. Stehtische luden ein, sich in kleinen Gruppen zusammenzufinden, Kontakte zu pflegen oder neu zu knüpfen. Daniel Birkenstock, einer von vier Geschäftsführern der Hamm Industrie Ausrüstung GmbH, begrüßte in Vertretung des Firmengründers Norbert Hamm die rund 250 Gäste.

„Bis vor einem Jahr saßen wir noch im Hinterhof. Hier fanden wir die Möglichkeit zu expandieren.“ Daniel Birkenstock, Geschäftsführer der HIA GmbH, zur Umsiedlung des in Dahlheim gegründeten Unternehmens nach Miehlen.

In seinem Dahlheimer Wohnhaus habe Hamm die Metallbaufirma vor zwölf Jahren gegründet, berichtete Birkenstock, später habe er eine benachbarte ehemalige Wirtschaft mit Tanzsaal als erste Produktionsstätte genutzt. Umhausungen, Gestelle und Werktische zählen heute noch zu den Produkten des Hauses HIA. Als das B2B-Geschäft in der Zeit der Wirtschaftskrise etwas schwächelte, erschloss sich der Metallbauer mit Treppen- und Balkongeländern das Privatkundengeschäft.

Begeistert berichtete Birkenstock von der 2010 begründeten Zusammenarbeit mit dem Marktführer in der Sicherheitstechnik für Flughäfen. Für die Handgepäckscanner dieses Konzerns baut das Miehlener Unternehmen seither die Einhausungen. Ausgestattet wurde damit etwa der Flughafen von Katar, berichtete der Geschäftsführer.

„Wir sind Techniker und Handwerker, ein Defizit haben wir beim Marketing“, merkte er dann selbstkritisch an. Gegenüber den Kunden träten sie als Problemlöser auf, um technische und konstruktive Unterstützung anzubieten. Ihnen sei daran gelegen, dass sie „bei dieser Gelegenheit als Metallbauer regional bekannt“ würden.

Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, lobte: „Die HIA-Geschichte ist genau die Erfolgsgeschichte aus Deutschland.“ Kreishandwerksmeister Johannes Lauer sprach von einem „Aktivposten des Rhein-Lahn-Kreises“.

Bosselmann-Cyran fand die Wahl des Veranstaltungsorts sehr gelungen: „Wir laden zu Treffen in Werkstofflabors ein, damit die Gäste sehen, wo wir arbeiten“, sagte er. In diesem Rahmen werde „viel Netzwerken ermöglicht“, und er finde es „großartig, dass der Rhein-Lahn-Kreis ein solches Engagement entfaltet“. Den Wirtschaftsempfang in einer Produktionsstätte stattfinden zu lassen, empfanden auch die Veranstalter als eine gute Idee. „Es ist wichtig, so etwas in einem Betrieb zu veranstalten“, sagte etwa Landrat Frank Puchtler, der sich über die gute Resonanz und die interessanten Diskussionsteilnehmer freute. Wolf-Dieter Matern, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn, begrüßte die Gelegenheit, die Angebote der Hochschule einem größeren Auditorium bekannt zu machen und die „noch frische Kooperation mit der Hochschule Koblenz mit Leben zu füllen“. Mit dem Verlauf des Abends war auch Matern sehr zufrieden. kat



Einen amüsanten Abriss gab Geschäftsführer Daniel Birkenstock (von rechts) über die HIA-Firmengeschichte. Seine Kollegen Christian Querbach und Frank van de Rydt gaben Rückendeckung – stapelte Birkenstock doch tief, dass von Technikern rhetorische Highlights nicht zu erwarten seien.

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